2017 Seminar im Dojo

2017 Franzosen im Dojo2 Kopie

Schon am Donnerstag reisten unsere französischen Freunden aus Marsannay la Cote unter der Leitung von Renan Noirbusson, 5 Dan Judo, an. Fasnacht / Karneval, was in Frankreich nicht bekannt ist, wollte man hier erleben. Der Elzer Fasnachtsumzug und Köln standen kulturell auf dem Fahrplan. Das närrische Treiben und die ausgelassene Stimmung der Fasenachter kamen gut an. Aber nicht nur Feiern stand auf dem Plan, sondern auch schweißtreibende, sportliche Aktivitäten. Zahlreiche Mitglieder des Vereins ließen es sich nicht nehmen, ihre Erfahrungen mit den Franzosen auszutauschen. Unter der Leitung von Uwe Wappler stand am Freitagabend Aikido auf dem Programm. Schrittweise wurden die Techniken Ude-osae und Nikkyo bis zum endgültigen Haltegriff am Boden erklärt. Nachdem die Teilnehmer die Übungen nachvollziehen konnten, wurden verschiedene Variationen in die Techniken eingebaut, die den Übenden alles abverlangten.

Mit schwungvoller Power-Gymnastik begann am Samstag Kerstin Rusert, Übungsleiterin der Ausdauer / Fitnessgruppe des Vereins, den Frühaufstehern das Gefühl zu geben, doch lieber im Bett geblieben zu sein. Viele spürten Muskeln, von denen sie glaubten da wären keine.
"Ne-waza", die Techniken am Boden, die Renan zeigte wurden von ihm in allen Einzelheiten erläutert. Er war wie immer in seinem Element. Schnell kamen einige Teilnehmer bei den leicht aussehenden Übungen an ihre Grenzen, aber sie ließen sich nicht entmutigen und übten mit viel Spaß, bis der Erfolg sich einstellte. Beim anschließenden Randori konnten die gezeigten Techniken an verschiedenen Partnern ausprobiert werden.

Tritt- und Schlagtechniken zeigte Uwe im Karate-Part. Die an Pratzen Übenden lernten, die richtige Distanz zum Partner einzuschätzen und die eigene Kraft zielgerichtet auf den Punkt zu bringen. Der Übergang in die Selbstverteidigung war fließend. Gegen einen Messerangriff, erläuterte Uwe den Teilnehmern des Seminars, ist die erste Wahl der Abwehr die Flucht, sofern dies noch möglich ist. Denn bei so einem Kampf kann auch ein guter Kämpfer lebensbedrohlich verletzt werden. Ein Angriff und verschiedene Arten der Verteidigung wurden mit Spaß und Ernsthaftigkeit eingeübt. Das Ziel war es, den Gegner und das Messer zu kontrollieren. Zum Abschuss der Veranstaltung zeigte Renan am nächsten Morgen Wurftechniken und die Fortführung in eine Halteposition. Befreiungstechniken aus den Haltepositionen wurden gezeigt und anschließend ein geübt. Die Trainer/-innen brachten das gezeigte mit Witz und Humor bei, so dass der Spaß bei allen Einheiten nicht zu kurz kam. Danke an alle helfende Hände, die dieses Event erst möglich gemacht haben.
Im Oktober werden wir mit einer Abordnung wieder nach Marsannay la Cote fahren, um unsere französischen Freunde wiederzusehen.